
Die Fraktur
Eine gebrochene Liebe
Die gebrochenen Schriften werden immer noch mit dem so genannten »Deutschen«, vor allem aber mit der Zeit des Dritten Reiches verbunden. Trotz der historischen Tatsache, dass es die Nationalsozialisten waren, die 1941 die Fraktur verboten und den jahrhundertelangen Schriftenstreit zugunsten der Antiqua entschieden haben.
Als Verkehrsschrift nicht mehr genutzt, in der gestalterischen Praxis vernachlässigt und tabuisiert, fand die Fraktur fortan allenfalls gastronomische oder bibliophile Liebhaber. Gegenwärtig erlebt sie als Display-Schrift jedoch ein erstaunliches Comeback, ziert Flyer, T-Shirts und nackte Haut. Judith Schalansky wird den ambivalenten Gebrauch der gebrochenen Schriften mit vielen Beispielen aufzeigen und eine Neubewertung anregen

siehe http://www.deutsche-schutzgebiete.de/fraktur.htm